Unser Hof – ein kleines Stück Selbstversorgung
Ein kleiner Hof, ein Garten, ein paar Tiere und immer irgendetwas zu tun – genau das ist unsere kleine Welt zu Hause. Wir versuchen, uns ein Stück weit selbst zu versorgen und dabei wieder mehr Wert darauf zu legen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie entstehen. Natürlich können wir nicht alles selbst herstellen, aber vieles, was bei uns auf den Tisch kommt, wächst oder lebt tatsächlich direkt vor unserer Haustür.
Garten im Wandel der Jahreszeiten
Unser Garten begleitet uns
durch das ganze Jahr.
Im Frühjahr beginnt es
wieder zu kribbeln. Beete werden vorbereitet, erste Samen
kommen in die Erde und die Obstbäume erwachen langsam aus ihrem
Winterschlaf. Es wird gesät, gepflanzt und geplant – und
natürlich jedes Jahr aufs Neue festgestellt, dass der Garten
seinen eigenen Kopf hat.
Im Sommer gibt es dann
meistens mehr zu ernten, als man auf einmal essen kann. Gemüse
aus den Hochbeeten, Kräuter, Beeren und das
Obst von unseren Bäumen wollen verarbeitet werden.
Der Herbst ist für uns eine
ganz besondere Zeit. Die Obsternte steht an, und aus Äpfeln,
Birnen und anderem Obst entstehen unter anderem Säfte,
Marmeladen und andere Vorräte für die kalte
Jahreszeit.
Und wenn im Winter draußen
alles zur Ruhe kommt, ist Zeit, die Vorräte zu genießen, Pläne
für die nächste Gartensaison zu machen und sich zu überlegen,
was im kommenden Jahr vielleicht noch ausprobiert werden
könnte.
Kleine Tiere gehören dazu
Zu unserem Hof gehören auch unsere Tiere. Hühner, Enten und Kaninchen sorgen dafür, dass es eigentlich immer etwas zu beobachten und zu tun gibt. Sie gehören für uns nicht einfach zur Selbstversorgung, sondern sind ein Teil unseres täglichen Lebens. Frische Eier aus dem eigenen Stall sind für uns etwas ganz Besonderes. Und auch die Haltung unserer Tiere gehört für uns zu dem Gedanken, bewusster mit Lebensmitteln umzugehen und zu wissen, woher sie kommen. Natürlich bedeutet ein kleiner Selbstversorgerhof auch Verantwortung. Tiere wollen jeden Tag versorgt werden – unabhängig davon, ob gerade Wochenende ist, die Sonne scheint oder es draußen regnet.
Aus dem, was wächst, wird etwas gemacht
Wir möchten möglichst wenig
einfach verkommen lassen.
Was der Garten hergibt, wird
deshalb gerne haltbar gemacht und weiterverarbeitet. Wir kochen
ein, machen Säfte, trocknen Kräuter und probieren immer wieder
neue Dinge aus. So entstehen bei uns zum Beispiel Tees,
Öle, Cremes, Tinkturen, Säfte und andere selbstgemachte
Dinge. Manches davon machen wir schon lange, anderes
wird ausprobiert. Nicht jedes Experiment gelingt auf Anhieb –
aber genau das gehört für uns zum Selbermachen dazu.
Ein Leben im Rhythmus der Natur
Das Schöne an unserem kleinen Hof ist, dass kein Jahr dem anderen gleicht. Es gibt Zeiten, in denen im Garten unglaublich viel los ist, und andere, in denen man etwas mehr zur Ruhe kommt. Es gibt gute Ernten und Jahre, in denen Schnecken, Wetter oder andere Überraschungen einen anderen Plan haben. Aber genau dieser Wechsel macht es für uns so schön. Säen, wachsen lassen, ernten, verarbeiten, genießen – und irgendwann wieder von vorne anfangen. Unser Hof ist kein großer Bauernhof und auch kein perfekter Selbstversorgerbetrieb. Es ist einfach unser kleines Stückchen Erde, auf dem wir ausprobieren, was möglich ist, mit unseren Tieren leben, unseren Garten genießen und uns freuen, wenn am Ende etwas Selbstgemachtes auf dem Tisch steht.








